Kirchner: Der Wanderer

Kirchner: Der Wanderer
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Der Wanderer
Ernst Ludwig Kirchner, 1922, Radierung (Kaltnadel auf Kupfer), Kirchner Museum Davos
Der Wanderer

 

Das kleinformatige Bild gilt als eine der ausdrucksstärksten Grafiken Kirchners. Wie andere Werke auch drückt das Werk seinen persönlichen Zustand aus. Zugleich wird der „Wanderer“ als Sinnbild Europas verstanden, das von einem Krieg in den nächsten zieht.

Ernst Ludwig Kirchner, 1922, Kaltnadelradierung auf Kupfer
Abzug in Braun auf festem Papier, H. 30 cm, B. 44 cm
Kirchner Museum Davos, 1994/Ben 2-198/00420/ R, Schenkung Nachlass Ernst Ludwig Kirchner 1992

Der Wanderer trägt selbstbildhafte Züge und wird dadurch zum Sinnbild für Kirchner und den Künstler im Allgemeinen. Er ist allein in der Bergwelt unterwegs und verkörpert damit die ambivalente Erfahrung von Einsamkeit, den immer wieder neuen Aufbruch und schließlich auch eine gewisse Fremdheit, die ihn manchmal erfasste, wie Kirchner 1924 an Gustav Schiefler 1924 schrieb.

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